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09. März 2026

Virtuelle Begehung von Immobilien: Alles was Sie wissen müssen

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Virtuelle Begehung von Immobilien: Alles was Sie wissen müssen

Die virtuelle Begehung von Immobilien hat sich innerhalb weniger Jahre von einer Nischentechnologie zum unverzichtbaren Standard im modernen Immobilienmarketing entwickelt. Insbesondere seit der COVID-Pandemie ist die Nachfrage nach digitalen Besichtigungsmöglichkeiten sprunghaft gestiegen und hat sich seitdem auf einem dauerhaft hohen Niveau stabilisiert. In diesem umfassenden Guide erfahren Sie alles, was Sie über virtuelle Begehungen wissen müssen – von den verschiedenen Technologien über die Kosten bis hin zu den messbaren Vorteilen für Ihre Immobilienvermarktung.

Was ist eine virtuelle Begehung?

Eine virtuelle Begehung ermöglicht es Interessenten, sich frei und interaktiv durch eine Immobilie zu bewegen – ähnlich wie bei Google Street View, nur in Innenräumen und in deutlich höherer Qualität. Der Betrachter kann sich in jedem Raum um 360 Grad umsehen, von Raum zu Raum navigieren und dabei die Raumproportionen, Materialien und Lichtverhältnisse realistisch erleben. virtuelle Rundgänge für Immobilien sind rund um die Uhr verfügbar und können von Interessenten weltweit aufgerufen werden – ein entscheidender Vorteil für international vermarktete Objekte. Statt aufwändiger Flugreisen genügt ein Klick, um eine Immobilie in München, Berlin oder Wien virtuell zu besichtigen.

Technologie 1: Matterport 3D-Scan für bestehende Immobilien

Matterport ist der unangefochtene Marktführer für 3D-Scans bestehender Immobilien. Mit speziellen 3D-Kameras wird die reale Immobilie systematisch erfasst und in ein navigierbares digitales 3D-Modell umgewandelt. Der Scanvorgang einer durchschnittlichen 3-Zimmer-Wohnung dauert etwa 2 bis 3 Stunden. Das Ergebnis ist ein fotorealistischer digitaler Zwilling, durch den sich Interessenten frei bewegen können. Matterport bietet zusätzlich eine Dollhouse-Ansicht (Puppenhaus-Perspektive), die die gesamte Immobilie von außen als 3D-Modell zeigt und Grundrissperspektiven automatisch generiert. Die Integration in Immobilienportale wie ImmoScout24 und Immowelt ist nahtlos möglich, sodass Interessenten direkt aus dem Exposé in den virtuellen Rundgang einsteigen können.

Technologie 2: 3D-gerenderte virtuelle Rundgänge für Neubauprojekte

Für Neubauprojekte, die physisch noch nicht existieren, bieten 3D-gerenderte Rundgänge die perfekte Lösung. Basierend auf den Architekturplänen und 3D-Modellen wird eine navigierbare virtuelle Umgebung erstellt, die fotorealistisch eingerichtet und beleuchtet ist. Der Interessent bewegt sich durch virtuell gestagte Räume und erlebt die zukünftige Wohnung, als ob sie bereits fertiggestellt wäre. Diese Technologie kombiniert die Vorteile von virtuellem Homestaging mit der Interaktivität eines Matterport-Scans und ist besonders für die Pre-Sale-Phase von Neubauprojekten hocheffektiv.

Technologie 3: 360°-Rendering-Standpunkte

Als kostengünstigere Alternative zu vollständig navigierbaren Rundgängen gibt es 360°-Renderings, bei denen einzelne fotorealistische Panorama-Standpunkte erstellt werden. Der Betrachter kann sich an jedem Standpunkt um 360 Grad umsehen, navigiert aber nicht frei durch die Räume. Stattdessen springt er per Klick zwischen vordefinierten Standpunkten hin und her. Diese Methode ist preislich attraktiver und eignet sich hervorragend, um die wichtigsten Räume einer Immobilie immersiv zu präsentieren, ohne das Budget für einen vollständigen 3D-Rundgang aufwenden zu müssen.

Kosten für virtuelle Rundgänge im Überblick

Die Kosten variieren je nach Technologie und Umfang erheblich. Ein Matterport-Scan für eine Wohnung bis 100 Quadratmeter kostet ab etwa 300 Euro, für Häuser ab 150 Quadratmeter ab ca. 500 Euro, und für Gewerbeflächen ab 200 Quadratmeter ab ca. 800 Euro. 3D-gerenderte Rundgänge liegen aufgrund des höheren Produktionsaufwands bei ab 500 Euro pro Raum, wobei Mengenrabatte bei größeren Projekten üblich sind. 360°-Renderings einzelner Standpunkte starten ab etwa 200 Euro pro Panorama. Alle diese Investitionen amortisieren sich durch die messbar höhere Lead-Qualität und die reduzierte Anzahl unnötiger Vor-Ort-Besichtigungen.

Messbare Vorteile: Warum virtuelle Rundgänge für Immobilien den ROI steigern

Virtuelle Begehungen von Immobilien bieten einen messbaren Return on Investment. Die Reduzierung unnötiger Besichtigungen liegt bei durchschnittlich 60 Prozent, da Interessenten bereits vor dem Besuch wissen, ob die Immobilie ihren Vorstellungen entspricht. Dies spart Maklern und Eigentümern enorm viel Zeit und Ressourcen. Gleichzeitig steigt die Qualität der verbleibenden Besichtigungen signifikant: Wer nach einer virtuellen Begehung noch einen Vor-Ort-Termin bucht, zeigt eine deutlich höhere Kaufabsicht. Die durchschnittliche Verweildauer auf Exposé-Seiten mit integriertem virtuellen Rundgang liegt dreimal höher als bei Exposés ohne diese Funktion – ein klares Signal für gesteigertes Interesse.

Fazit: Virtuelle Begehungen sind der neue Standard

Virtuelle Begehung von Immobilien ist 2026 kein Differenzierungsmerkmal mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für professionelles Immobilienmarketing. Makler und Bauträger, die virtuelle Rundgänge anbieten, demonstrieren nicht nur technologische Kompetenz, sondern bieten Interessenten einen echten Mehrwert, der sich direkt in kürzeren Vermarktungszeiten und besseren Verkaufspreisen niederschlägt.

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